Ruhezustand «Klinische Befunde»

Mi. 30. Januar 2008

EEG-Diverse «DIAGNOSE»

Epilepsie

Das Hirn ist ein komplexes Netzwerk von Nervenzellen und seine Funktion entsteht letztendlich aus der Interaktion all dieser Nervenzellen. Dabei ist es allerdings auch wichtig, dass einzelne Teile zu einem gewissen Teil unabhängig von anderen Teilen funktionieren können, damit verschiedene Funktionen modular und gleichzeitig gelöst werden können. Um dieses Gleichgewicht zwischen koordinierter und unabhängiger Aktivität aufrecht zu erhalten, gibt es stark das Hirn hemmende Mechanismen.

 

Falls diese Hemmmechanismen ungenügend sind, können einzelne Hirngebiete oder das ganze Hirn in einen hypersynchronen Zustand geraten, der die normalen Funktionen der einzelnen Teile nicht mehr zulässt. Dies ist der Fall bei der Epilepsie. Während epileptischen Ereignissen werden im EEG darum oft grosse, hypersynchrone und stereotype Signale beobachtet. Epileptische Potentiale können fragmentiert und/oder lokal immer wieder auftreten oder es kann zum Anfall kommen, der das ganze Geschehen dominiert und der erst aufhört, wenn eine Erschöpfung eintritt. Die Dynamik von solchen epileptischen Ereignissen ist für das Ohr sehr gut zugänglich und intuitiv erfassbar.

Zu Hören sind Fragmente AM/FM und ein Zyklus Epilepsieanfall FM

 

 

EPILEPSIE Alter: unbekannt

Ganzer Anfall in 10facher Geschwindigkeit

 

Ausschnitt im Loop. Stereo. Abhörposition mit Abstand zu Zentrum Cz

» EPI_Anfall_10.mp3

 

In der FM-Modulation sind grosse klangliche Unterschiede von der Ein- zur Austrittsphase zu hören. In der Ersteren ist eine sehr ungeordnete Vielfalt von Frequenzen zu hören, welche einem Rauschen nahekommt.

Die Sequenzen sind in 0.25facher Abspielgeschwindigkeit zu hören, Abhörposition mit Abstand zum Zentrum Cz

» EPI_Anfalleintritt.mp3

 

Beim Austritt sind synchrone, parallele Wellenbewegungen zu hören. Immer wieder durch Pausen unterbrochen, bilden sie eine klare rhythmische Struktur.

» EPI_Anfallaustritt.mp3

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