Sonifikation in der Musik

John Cage

Atlas Eclipticalis

1962 / New York / Parameter Mapping / Astronomical Maps


Atlas Eclipticalis ist eines der bekanntesten Werke von John Cage. Es beinhaltet 86 Instrumental-Stimmen, die ad libitum von einer Kammer- bis zu einer Orchesterbesetzung gespielt werden können.

 

Für Atlas Eclipticalis verwendete Cage eine gleichnamige Sammlung von Sternenkarten. Er übertrug sie auf zufällig platzierte, transparente Notensysteme. In der Partitur entspricht die "horizontale" Entfernung der Sterne voneinander proportional der Zeitachse, also dem Verlauf des Stückes. Die "vertikale" Entfernung der Sterne entspricht proportional der Tonhöhe. Cage berücksichtigte auch die Helligkeit und Größe der Sterne; sie entsprechen proportional der Lautstärke der einzelnen Töne. Ein verbindliches Metrum und eine festgelegte Tonskala gibt es nicht. Cage setzte einen zeitlichen Rahmen, innerhalb dessen die Komposition gespielt werden sollte.

 

Die Dauern der Töne bestimmte Cage nach den Zufalls-Verfahren des chinesischen Orakel-Buches I-Ging. Für die einzelnen Tongruppen fand er so je zwei Zahlen. Die erste gibt an, wie viele Töne der Gruppe "kurz" zu spielen sind, die andere gibt an, wie viele Töne "eine erkennbare" Dauer haben. Stehen keine Zahlen in der Partitur, sollen die Klänge so kurz wie möglich gespielt werden. Eine Fermate bedeutet Töne von einer "gewissen" Dauer.

 

Ausschnitt anhören (00:30)

ยป atlaseclipticalis.mp3

 

Aufnahme

Atlas Eclipticalis

instrumental parts for flute 1-3

Eberhard Blum (piccolo, flute, and alto flute)

Medium

CD

Dauer

60'

Herausgeber

Hessischer Rundfunk, Frankfurt/Hat Hut Records Ltd., Therwil

Verlag

Hat Hut Records LTD., 4106 Therwil, Switzerland,

(hat ART CD 6111)

Erscheinungsdatum

1992

 


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