Sonifikation in der Musik

Julian Klein

Brain study

2001-2002, 2004 / Berlin / Parameter Mapping / EEG-Data


Brain study ist ein umfangreiches künstlerisches Projekt, das als Kopfhörer-Radiostück für Gehirnspieler (2001, Hessischer Rundfunk) und als Performance-Installation (2004, Berliner Festspiele, MaerzMusik) realisiert wurde.

 

Das Radiostück für Kopfhörer stellt akustisch ein räumliches Modell des menschlichen Gehirns dar. In Zusammenarbeit mit dem Hirnforscher Dr. Marc Bangert hat Julian Klein eine Methode entwickelt, die Vorgänge im Gehirn klanglich zu übersetzen. Die Hirnaktivität mehrerer Menschen wird über eine eigens programmierte Live-Elektronik in Klänge transformiert. Das Ohr trifft so auf hörbar gemachte neurologische Strukturen.

 

Die Performance-Installation Brain study übersetzt mittels Live-Elektronik Gehirnvorgänge in Klang. Die Wahrnehmung des Hörers trifft auf ihre eigenen neuronalen Strukturen. Das Bewusstsein begegnet Rhythmen, Schwingungen und räumlichen Impulsmustern, die gleichzeitig unbewusst im Gehirn stattfinden. Während der Performance sind die Gehirne mehrerer Darsteller über optische und akustische Rückkopplung verbunden. Sie hören ihre eigene Hirnaktivität und können über ihre Hirnzustände die Wahrnehmung der anderen Spieler beeinflussen. Jeder Darsteller repräsentiert ein funktionales Hirnareal. Es entsteht neuronales Netz aus Gehirnen, das sich selbst wie ein Gehirn verhält (Verarbeitung, Gedächtnis, Erinnerung, Emotion etc.). Prozesse bilden musikalische Struktur; sie werden verstärkt, aber klanglich unverändert wiedergegeben.

 

Aufnahme

mp3 files: http://www.julianklein.de/

 


Datensatz:11

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