Evozierte Potentiale
Augen auf (Augen zu)
Bei folgenden Beispielen wurde die Person angewiesen, die Augen für eine kurze Zeit zu öffnen und danach wieder zu schliessen.
Kontrollperson gesund, Alter: 15, Messung: Brain-Atlas
Kontrollperson Befund Schizophrenie behandelt, Alter: 21, Messung: Brain-Atlas
Kontrollperson Befund Schizophrenie unbehandelt, Alter: 35, Messung: Brain-Atlas
Photostimulation
Bei der Photostimulation sieht die Versuchsperson rhythmische Lichtblitze mit verschiedenen Frequenzen. Dabei kann es vorkommen, dass im EEG vor allem im Bereich des Sehzentrums Schwingungen auftreten, die mit der Frequenz der Lichtblitze übereinstimmen (sogenanntes Photicdriving). In der Klinik wird die Photostimulation vor allem für die Epilepsiediagnostik verwendet.
Der Effekt der Photostimulation ist in der Audifikation oft sehr gut hörbar und die verschiedenen visuellen Frequenzen des Blitzlichtes zeichnen sich proportional in den Tonhöhen ab. Tendenziell ist sie bei jungen Leuten und bei Patienten mit der Diagnose Depression in sonifizierten Datensätzen deutlicher wahrnehmbar.
Für das Ohr erscheint die durch die Photostimulation ausgelöste Hirnaktivität qualitativ anders, als die normale, selbstgenerierte Ruheaktivität, was visuell und quantitativ schwer erfassbar ist.
Bei folgendem Beispiel handelt es sich um eine gut hörbare Photostimulation (Kontrollperson mit Befund Demenz). Abspielgeschwindigkeit: 40-fach. Abhörposition hinter Cz.
Abhörposition auf Oz. Die Stimulation ist akustisch sehr präsent.
Mit FM-Synthese werden Nebengeräusche deutlicher.
Weitere gut hörbare Photostimulationen in der AM, bei 10facher Abspielgeschwindigkeit, Abhörposition hinter Cz.
Kontrollperson gesund, Alter: 20, Befund: Müdigkeit
Kontrollperson gesund, Alter: 15, Befund: Müdigkeit
Kontrollperson Befund depressive Störung, Alter: 50, Abspielgeschwindigkeit: 30fach erhöht
» D0000735photostimgutschnell.mp3
Maskierte Photostimulation
Obwohl die Photostimulation in der Regel, wie oben beschrieben, deutlich zu hören ist, kann es vorkommen, dass sie akustisch maskiert wird und deshalb fast nicht mehr wahrnehmbar ist. Beispiel:
Kontrollperson Befund Epilepsie, Alter: 25
Hyperventilation
Die zu untersuchende Person wird aufgefordert, für eine gewisse Zeit tief ein- und auszuatmen (Hyperventilation). Dadurch entsteht ein leichter Sauerstoffmangel, z.T. mit den aus dem Alltag bekannten Symptomen wie leichter Schwindel oder Benommenheit. Die Hyperventilation kann im EEG vor allem ein vermehrtes Auftreten von langsamer Aktivität auslösen. Klinisch relevant ist, wenn während der Hyperventilation pathologische Potentiale auftreten.
Bei der Sonifikation kann Hyperventilation nicht mit einem eindeutigen Merkmal beschrieben werden. Teilweise sind deutliche Veränderungen im Bassbereich oder Veränderungen bzw. Intensivierung in der Rhythmik festzustellen.
Kontrollperson gesund, Alter: 50
Beispiel ohne klare Veränderung bei Hyperventilation.
» D0003436_oknormhypernichthoerbar.mp3
Kontrollperson gesund, Alter: 15, Befund: Müdigkeit
Beispiel mit Intensivierung im Bassbereich, Rhythmisierung und Abnahme der Dichtheit in den höheren Frequenzen während der Hyperventilation.
Kontrollperson gesund, Alter: 15, Befund: Müdigkeit
Beispiel mit Veränderung bzw. Verdichtung der rhythmisierten kurzen Rauschfragmente.