SONOS ist die erste Kompostion, welche in Zusammenhang mit den Forschungsprojekten Denkgeräusche I und II entstanden ist. Sie wurde für 20 Lautsprecher komponiert, die die Anordnung der Elektroden auf dem Kopf der EEG-Ableitung widerspiegeln.
"Es beginnt mit ruhigen, punktuellen, blitzartigen Rauschartefakten, welche akustisch frei in einem roten Container umherschwirren, sich zu einem grossen Crescendo aufbäumen und plötzlich von einer grossen Herde sinusoidalen Störsignalenabgelöst werden..."
Augenaufschläge im Takt und kreisende Kieferbebegungen sind nur Beispiele von klanglich umgesetzten Elementen und Fantasien in der Komposition SONOS, welche sich aussschliesslich des Materials sonifizierter Hirnströme bedient. Sie ist ein Versuch, klinische Befunde zu vernachlässigen, um sich mit dem EEG als künstlerischem Interface, als Instrument zu beschäftigen. Die Daten werden in musikalische Elemente, in spielerische Motive transformiert und der Komponist übernimmt die Rolle des Dirigenten - des Dirigenten über das Hirnorchester!

SONOS
(Orginallänge 11:31)
Oliver Friedli/Iris Rennert
Ausschnitt anhören (01:58)
Im Auftrag der HKB (Florian Dombois)
Erstmalige Präsentation 2007
Datensatz:55